Very-Bad-Queen – 432 Seiten – 2025 erschienen
Mit Very Bad Queen schließt J.S. Wonda ihre gefeierte Kingston-University-Reihe ab, die die Herzen von Dark-Romance-Fans erobert hat. Der zehnte Band trägt den Untertitel „Der Zirkel“ und verspricht ein emotionales Finale voller Intrigen, Machtspiele und verbotener Leidenschaften an der fiktiven Kingston University. Die Reihe kombiniert Elemente von Dark Academia, New Adult und College-Romanze und hat sich besonders auf Plattformen wie BookTok eine treue Leserschaft aufgebaut. Very Bad Queen richtet sich an langjährige Fans der Serie, die bereit sind, sich in die komplexen Beziehungen und Geheimnisse der Protagonisten zu vertiefen.
Im finalen Band der Reihe steht Mable im Zentrum eines dramatischen Konflikts: Sie setzt alles daran, ihren Geliebten Jaxon aus den Fängen des geheimen Zirkels der Kingston University zu befreien. Unterstützt wird sie dabei von Miranda Tyrell, einer ehemaligen Erzfeindin, die nun eine unerwartete Verbündete wird. Währenddessen schmiedet Zayn heimlich einen Plan, um die Machtverhältnisse an der Universität zu verändern. Die Loyalitäten der Charaktere werden auf die Probe gestellt, und alte Allianzen zerbrechen, als dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Der Roman kulminiert in einem emotionalen Showdown, der die Schicksale der Hauptfiguren miteinander verwebt und die Frage aufwirft, wie weit man für Liebe und Macht gehen kann.
J.S. Wonda bleibt ihrem charakteristischen Stil treu: schnörkellose, direkte Sprache gepaart mit scharfsinnigen Dialogen, die die Spannung kontinuierlich aufrechterhalten. Die Erzählweise ist temporeich, wobei die Autorin geschickt zwischen ruhigen Momenten der Introspektion und dramatischen Höhepunkten wechselt. Die Atmosphäre ist düster und intensiv, durchzogen von einer unterschwelligen Erotik, die die komplexen Beziehungen zwischen den Charakteren unterstreicht. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der inneren Konflikte der Protagonisten, die zwischen ihren Gefühlen, moralischen Überzeugungen und dem Drang nach Macht hin- und hergerissen sind. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Leser in die Welt der Kingston University zu entführen und sie in die emotionalen Turbulenzen der Charaktere einzutauchen.
Eine der größten Stärken von Very Bad Queen ist die konsequente Weiterentwicklung der Charaktere. Mable, Jaxon und Miranda durchlaufen im Verlauf des Romans tiefgreifende Wandlungen, die ihre Handlungen nachvollziehbar und ihre Konflikte greifbar machen. Die komplexe Erzählstruktur, die verschiedene Perspektiven und Handlungsstränge miteinander verwebt, trägt zur Vielschichtigkeit der Geschichte bei. Allerdings kann diese Komplexität für Leser, die nicht mit den vorherigen Bänden vertraut sind, zu Verwirrung führen. Einige Nebenplots wirken stellenweise überladen und hätten zugunsten der Hauptgeschichte gekürzt werden können. Dennoch gelingt es der Autorin, die zentralen Themen von Loyalität, Verrat und Selbstermächtigung überzeugend zu vermitteln.
Persönlicher Eindruck
Very Bad Queen hat mich emotional mitgerissen und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt. Die Entwicklung der Charaktere, insbesondere die von Mable, ist beeindruckend und zeigt, wie sie sich von einer unsicheren jungen Frau zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickelt. Die Chemie zwischen Mable und Jaxon ist spürbar, und ihre Beziehung wird von der Autorin mit viel Feingefühl und Intensität dargestellt. Besonders berührend fand ich die Szenen, in denen die Charaktere mit ihren inneren Dämonen und moralischen Dilemmata konfrontiert werden. Diese Momente verleihen der Geschichte Tiefe und machen sie mehr als nur eine typische Dark-Romance-Erzählung. Das Finale bietet einen befriedigenden Abschluss, der die losen Enden zusammenführt und den Leser mit einem Gefühl der Erfüllung zurücklässt.
Very Bad Queen ist ein würdiges Finale der Kingston-University-Reihe, das die Stärken der vorherigen Bände aufgreift und weiter ausbaut. Die gelungene Mischung aus Spannung, Emotion und komplexen Charakteren macht das Buch zu einem empfehlenswerten Abschluss für Fans der Serie. Trotz kleinerer Schwächen, wie der Überladung mit Nebenplots, überzeugt der Roman insgesamt und bietet ein befriedigendes Ende für die Geschichte von Mable, Jaxon und ihren Mitstreitern.
✨ Bewertung: 4 von 5 Sternen
Abschließend lässt sich sagen, dass Very Bad Queen nicht nur ein packendes Finale der Reihe darstellt, sondern auch emotional berührt und lange nach dem Lesen nachhallt.
